Merchandisingprodukte der Informationsplattform open-access.net

17/09/2010
Logo: Open Access, Quelle: open-access.net

Logo: Open Access, Quelle: open-access.net

Heute kam die Nachricht über die Mailingliste herein, daß die Informationsplattform open-access.net einen Shop für Merchandising-Produkte eröffnet hat. Ziel dieser Aktion ist es, daß Freunde und Interessierte von Open Acces mit Hilfe von T-Shirts, Mützen, Schirmen, Tassen oder Taschen auf das Thema im Alltag aufmerksam machen. Teilweise ist es möglich, die Farben für die Produkte selbst zu wählen. Es ist interessant, was es alles für Produkte gibt: Shirts sind ja alltäglich, aber sogar Hundetücher mit dem OA-Logo werden angeboten. DAS ist schon außergewöhnlich! Leider gibt es nix für Katzen oder Babys – letzteres als Nachwuchsföderung ;-).

„Die Informationsplattform stellt alle Motive provisionsfrei zur Verfügung und hat somit keinen Erlös“, heißt es in der Mail. Bedeutet das nun, daß die Informationsplattform überhaupt keinen finanziellen Gewinn aus der Aktion hat? Wenn dem so wäre, wäre es meiner Meinung nach Schade, denn so könnte etwas Geld als Unterstützung zurückfließen (ja, mir ist bewußt, daß die Partner der Informationsplattform öffentliche Institute sind, die mit der Verbuchung solcher Gelder es schwer haben). Die Preise sind von dem Shop-Service Spreadshirt vorgegeben und können nicht beeinflußt werden.

Einziges Manko: auf der Website von der Informationsplattform ist der Hinweis auf den Shop recht versteckt auf der rechten Sidebar. Gegen eine bessere Kennzeichnung hätte ich nichts einzuwenden.

Insgesamt finde ich die Idee sehr nett und mache gerne auf sie aufmerksam. Was meinen Sie dazu?

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Neue Informationen zur OpenAccess-Plattform der Berlin Verlage

03/09/2010

In diesem Frühjahr überraschte eine Pressemitteilung der Berlin Verlage sowohl die Verlagsbranche als auch die Wissenschaftsszene: die Ankündigung einer OpenAccess-Plattform für Monographien aus den Geisteswissenschaften unter dem Label Berlin Academic, die im Sommer 2010 starten sollte. Neben dem freien Zugang zu den wissenschaftlichen Texten wurde die Entscheidung für eine Lizenzierung unter Creative Commons vor allem von OpenAccess-Befürwortern begrüßt.

Nun ist der Sommer (fast) vorbei, aber leider startete die Plattform nicht. Da es auch sonst keine weiteren Informationen in den letzten Monaten seit der Veröffentlichung der Pressemitteilung gab, schrieb ich aus Neugierde und Interesse die Berlin Verlage an. Schnell wurde meine Anfrage mit einer Verabredung zu einem Telefongespräch bearbeitet. Am Mittwoch telefonierte ich dann mit Frau Katja Oechel, Digital Marketing Manager von Berlin Academic. Das kann ich schon vorweg sagen: es war ein sehr interessantes, freundliches und auch angesichts gewisser marketingtechnischer Interessen offenes Gespräch. Dafür bedanke ich mich an dieser Stelle recht herzlich.

Was sind nun die neuen Informationen? Auch wenn es längere Zeit still war, die Plattform kommt – jedoch mit Verspätung. Wahrscheinlich startet sie im Frühjahr 2011 . Grund für die Verzögerung ist wohl eine längere benötigte Programmierzeit für die Plattform, als ursprünglich vorgesehen. Spannend wird es sein, wie diese aussieht – vor allem hinsichtlich der geplanten Monographie-Plattform des OJS-Systems, welche schon seit geraumer Zeit angekündigt ist. Ein interessanter Hinweis gab mir Frau Oechel: die OpenAccess-Plattform orientiert sich dabei an dem für September 2010 vorgesehenen Launch einer entsprechenden OpenAccess-Plattform des Hauptverlages Bloomsbury in Großbritannien, genannt Bloomsbury Academic. Sobald diese gestartet wird, werde ich sie mir mal genauer anschauen und Sie darüber informieren.

Die Lizenzierung unter Creative Commons steht fest. Es wird zwei verschiedene Autoren-Modelle geben: ein Instituts- und ein Einzelautoren-Modell, letzteres ist jedoch noch nicht bis ins Einzelne ausgearbeitet. Jedoch erste Informationen gibt es sowohl für Institute als auch für Autoren auf der Website von Berlin Academic. Alle Texte sollen einem Peer Review-Verfahren unterliegen, den Autoren werden u.a. als verlegerische Leistung neben der Begutachtung auch ein Korrektorat und die Herstellung angeboten. Als Finanzierung scheint es eine Mischung aus Instituts- und Einzelautorengebühren geben. Immerhin erhält so ein Autor mehr als bei mancher jetzigen wissenschaftlichen Publikation. Die Texte sollen als HTML, PDF, Epub und als Printpublikation ausgegeben werden, vorletzteres wohl gegen Gebühr.

Natürlich bleiben bei solch einem Gespräch Fragen offen. Zunächst sei der Einwand vorgebracht, daß wohl fast 90 % aller wissenschaftlichen Monographiepublikationen in den Geisteswissenschaften Qualifikationsschriften (Dissertationen vor allem) sind, die ja im Promotionsverfahren schon begutachtet worden sind. Zugleich sind die Themen oft dermaßen spezialisiert, daß mir ein Peer Review seitens des Verlages schwer erscheint. Frau Oechel wies im Gespräch darauf hin, daß der Fokus der Plattform auf hochwertige Publikationen liegen wird, die von einem internationalen Editorial Boards gemanagt werden. Zur Qualitätssicherung schaltet der Verlag ein Begutachtungsverfahren vor der Veröffentlichung vor. Trotzdem lassen mich diese beiden Punkte an einem Zugewinn der Begutachtung durch Berlin Academic zweifeln.

Darüber hinaus erscheint mir für das wissenschaftliche Arbeiten das Epub-Format nicht geeignet, da dort keine ordnungsgemäße Zitierung durch die Verschiebung der Seitenzahlen gegeben ist. Zudem wird es wohl heftige Diskussionen darüber geben, daß eine Formatausgabe aufgrund des Gebührenmodells nicht Open Access ist. Frau Oechel betonte jedoch, daß Berlin Academic versucht, alle vom Nutzer/Autor gewünschten Formate zu berücksichtigen, also eine große Bandbreite je nach individuellen Wünschen anzubieten. Dies ist erstmal keine schlechte Idee, interessant wird es, welche Formate letztlich tatsächlich genutzt werden. Wie gesagt, manche werden wohl für das wissenschaftliche Arbeiten weniger geeignet sein.

Darüber hinaus blieben noch einige Fragen wie nach der Langzeitarchivierung, der Einbindung von VG Wort-Zählmarken (Meldung der Online-Texte) oder der Zusammenarbeit mit Repositorien offen. Als Endergebnis schält sich heraus: die Plattform, die dann wohl einfach Berlin Academic heißen wird, ist ein spannendes OpenAccess-Projekt, an dem noch einiges zu tun ist. Mir scheinen jedoch einige Aspekte, die für das wissenschaftliche Arbeiten notwendig sind, noch nicht hinreichend beachtet worden zu sein. Frau Oechel betont in unserem Gespräch, daß die Plattform und das Team erst im Aufbau ist und daher noch nicht alle Punkte berücksichtigt werden konnten. Dies erklärt auf jeden Fall manche Fragen, auch wenn sie dadurch noch nicht beantwortet worden sind. Ich hoffe jedoch, daß die Berlin Verlage noch manche Schwierigkeiten, auch durch Gespräche mit verschiedenen Wissenschaftlern bei dieser Form des wissenschaftlichen Publizierens beseitigen können. Ein Author Advisory Board ist jedenfalls in Planung. Auf jeden Fall scheint mir mit dieser Plattform Bewegung in die OpenAccess-Publikationsmodelle für Verlage zu kommen, was ich sehr begrüße.


Update: Meldung von Texten auf Qucosa bei VG Wort

11/08/2010
Quelle: open-acces.net

Quelle: open-acces.net

Vor einigen Wochen berichtete ich hier, daß die Universität Leipzig sich nun am Repositorium Qucosa beteiligt und so den Mitgliedern der Alma mater lipsiensis die Möglichkeit bietet, ihre Texte als Open Access zu veröffentlichen.

Da ich damals auf der Website keine Informationen erhalten hatte, ob man die Texte mittels Zählmarke bei VG Wort melden könnte, frug ich nach. Aufgrund interner fehlgeleiteter Mailadressen dauerte es eine Weile, bis ich eine Antwort bekam. Heute wurde mir nun von den hilfsbereiten und sehr freundlichen Mitarbeitern bestätigt, daß der Einbau einer Zählmarke vorgesehen ist. Damit ist die Voraussetzung dür die Meldung des Online-Textes an VG Wort erfüllt und die Autoren, die auf Qucosa publizieren, nehmen bei genügender Klickanzahl an der Ausschüttung teil.

Wie funktioniert nun der Einbau der Zählmarke? Nach den Informationen der UB Leipzig beantragt der Autor eine Zählmarke bei VG Wort und sendet diese dann an den Qucosa-Ansprechpartner. Letzterer baut sie in die URL des Textes ein. Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausschüttung: der Text muß mehr als 1800 Wörter haben und mehr als 1500 Klicks („Leser“) aufweisen.


Informationsplattform open-access.net socialt

29/07/2010
Quelle: open-access.net

Quelle: open-access.net

Die Informationsplattform open-access.net öffnete sich diese Woche noch mehr den Social-Media-Aktivitäten. Seit mehr als einem Jahr wird das Blog Oanetzwerk – teilweise leider sporadisch – betrieben. Informiert und diskutiert wurde bisher über die Mailingliste. Nun ist eine Facebook-Seite und ein Twitteraccount hinzu gekommen. Desweiteren werden Dokumente auf Slideshare der interessierten Öffentlichkeit zum Nachlesen zur Verfügung gestellt. Somit steht der breitgestreuten Verbreitung von Informationen über Open Access nichts mehr im Wege, solange diese Kanäle sowohl von der Informationsplattform regelmäßig betrieben und Interessierte diese nutzen und mitgestalten.

P. S. Angeregt durch eine Werbung (weiß nicht mehr für was) habe ich mal die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, um das Verb socialn einzuführen… ähnlich dem googeln.


Open Access-Timeline

26/07/2010

Gerade über Twitter einen interessanten Tweet von @gedankenstuecke gelesen:

Neuer Blogpost: Open Access – eine Zeitreise http://bit.ly/9vnb8n #openaccessless than a minute ago via Echofon

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Aufregung in der Open Access-Szene um Reuß‘ FAZ-Artikel: berechtigt?

22/07/2010

Es herrscht seit gestern große Aufregung in der Open Access-Szene. Auslöser war (wieder einmal) der Heidelberger Germanist Roland Reuß, der vor etwa einem Jahr den Heidelberger Appell initiierte. Nun schrieb Reuß gestern in der faz.net einen Beitrag zum Thema „Zweitveröffentlichungsrecht“ – Titel des Artikels: Wem nützt das Zweitveröffentlichungsrecht? Um was geht es in diesem Artikel und der Diskussion? Am 13. Juli fand in Berlin eine Anhörung des Bundesjustizministeriums zu einer Novellierung des Urheberrechtsgesetzes statt. Dabei wurde die Frage nach einem Zweitveröffentlichungsrecht als Open Access für Autoren diskutiert. Kurz darauf sprach sich die Union in einer Pressemitteilung für das Zweitveröffentlichungsrecht aus. Gleiches gilt für die Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Positiv wurden also diese Forderung sowohl von der Wissenschaft als auch von der Politik aufgenommen. Und nun brachte gestern Roland Reuß in seinem FAZ.net-Artikel Einwände gegen die geplante Novellierung. Er sieht durch die Einführung eines Zweitveröffentlichungsrechtes keine Stärkung der Urheberrechte bei den Autoren, sondern eine Schwächung, da kein Verlag ohne exklusive Nutzungsrechte mehr das Investitionsrisiko für wissenschaftliche Literatur eingehen wird:
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Universität Leipzig unterstützt mit Qucosa Open Access

05/07/2010

Zunehmend unterstützen Universitätsbibliotheken im deutschsprachigen Raum mit Repositorien, Informationen und auskunftgebendem Personal die Open Access-Bewegung, was ja angesichts des Ursprungs dieser Veröffentlichungsform und -idee kein Wunder nimmt, sondern eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Für die sächsischen Hochschulen steht dazu der Publikationsserver Qucosa (Quality Content of Saxony) zur Verfügung – aufgebaut und administriert von der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB). Mit ihm soll den Wissenschaftlern in Sachsen eine Möglichkeit zur kostenfreien Publikation geboten werden, die zugleich den Nachweis und die langfristige Archivierung von Dokumenten sichert. Der Gedanke des Open Access erfährt so praktisch umgesetzte Förderung.

Seit kurzem beteiligt sich nun auch die Universitätsbibliothek der Alma mater lipsiensis an diesem Projekt. Mitglieder der Leipziger Universität steht jetzt die elektronische Publikation auf Qucosa zur Verfügung und können so aktiv ihre Beiträge als Open Access veröffentlichen. Es ist aber zu beachten, daß es hier lediglich um den „Publikationsort“ und die Langzeitarchivierung (hauptsächlich über eine elektronische Publikationsabgabe an die Deutsche Nationalbibliothek) geht. Das Layouten der Beiträge muß von den Autoren selbst übernommen werden. Desgleichen gilt für die Werbung der Beiträge. Es ist also keine vollständige verlegerische Dienstleistung.

Trotzdem sei allen Mitgliedern der Universität Leipzig diese Publikationsmöglichkeit – entweder im Rahmen einer Erstveröffentlichung oder auf dem Wege des „grünen Weges“, also als Zweitveröffentlichung – anempfohlen. Da über das OAI-PMH zahlreiche Datenbanken im Web gespeist werden, steht einer weiten Verbreitung der Publikationen nichts mehr im Wege.

Alle Informationen dazu finden Sie auf der Website zum Publikationsserver der Universität Leipzig.

Link zur Recherche auf Qucosa


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