Politik entdeckt Open Access

Nachdem am 25.6. der CDU-Abgeordnete Michael Kretschmer sich zum Thema Open Access bei staatlich geförderter Forschung in einem Blogbeitrag geäußert hat, ging gestern bei Twitter der Link zum Positionspapier der Berliner Grünen (April 2009?) herum. Es scheint nun so zu sein, daß politische Parteien bzw. einzelne Politiker zunehmend Open Access als Betätigungsfeld erkennen und sich dazu äußern. Dies ist für die Bewegung vorteilhaft. Leider vermisse ich teilweise konkrete Lösungsansätze für die recht allgemeine Forderung, öffentlich geförderte Forschung soll/muß/kann als Open Access publiziert werden. Denn viele Fragen bleiben offen: Publikationsfreiheit, Kostenverteilung, Definition öffentlich geförderter Forschung, wie sieht es bei Mischformen aus… Hier gibt es beim Positionspapier der Grünen erste Ansätze. Nun ist es an der Zeit, daß die Diskussion konkret wird, auf Ideologie (für/gegen OA) verzichtet wird und ganz pragmatische, der Realität entsprechende, jedoch auch zukunftsorientierte Lösungsmodelle erarbeitet werden – von allen Beteiligten: Forscher, Bibliotheken, Politiker (als gesetzgebende Ebene), Öffentlichkeit (wer ist das konkret?), Verlage.

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