Postcrossing: von zuhause aus die Welt sehen

31/05/2010

Gut, dieser Artikel hat recht wenig mit Wissenschaft und Neue Medien zu tun, aber ich fand die Idee recht nett, daß es mir einen Eintrag wert ist. 😉

In den letzten Jahren gab es zwei Erscheinungen, die man unter dem Stichwort „Welt rückt näher zusammen“ einordnen kann: Bookcrossing und Couchsurfing. Ersteres eher weniger populär bekannt-benutzt, letzteres schaffte es sogar zu Ratgeberbüchern und größeren Reportagen. Bei beiden „Hobbies“ (hmm, kann man das so nennen?) kommen völlig unbekannte Menschen indirekt oder direkt über einen Gegenstand in Kontakt. Bücher gehen auf Wanderschaft, reisen und führen Menschen dadurch zusammen, so Bookcrossing. Bei Couchsurfing übernachten Reisende bei fremden Menschen in ihrer privaten Wohnung. Als drittes kommt jetzt Postcrossing hinzu: über eine zentrale Stelle in einem Internetportal meldet man sich an, hinterlegt seine Adresse, erhält automatisch nach Zufallsprinzip Adressen anderer Mitglieder und dann geht’s los: Postkarten schreiben (und das im heutigen digitalen Zeitalter). So erhält man schöne (?) Karten aus aller Welt und das „Ich-habe-Urlaubspostkarten-bekommen“-Gefühl stellt sich schnell ein. Wer hat denn da schon teilgenommen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was meinen Sie dazu?

Im Blog „Janasworld“ erhält man mal eine Eindruck von Postcrossing.

Obwohl, um doch noch eine Bezug zum eigentlichen Thema des Blogs herzustellen: wäre ja mal eine nette Variante, Wissenschaftsdiskurs anzukurbeln: der Biochemiker unterhält sich mit dem Germanisten, der Historiker mit dem Wirtschaftswissenschaftler ….


Umfrage von SOAP zu Open Access und wissenschaftlichem Publizieren

28/05/2010

Über die Inetbib-Liste wurde auf folgende Online-Umfrage im Rahmen des EU-Projekts „Study of Open Access Publishing“ (SOAP) über Open Access Publizieren mit der Bitte um Weiterleitung und Verbreitung aufmerksam gemacht. Sie dauert 10 bis 15 Minuten. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele meiner Leser an ihr teilnehmen:

The SOAP Project (*), funded by the European Commission, would like to announce the release of an online survey to assess researchers‘
experiences with open access publishing. This survey aims to inform the most comprehensive analysis of attitudes to open access publishing to
date and is seeking views from a wide a range of interested parties. It is primarily aimed at active researchers in public and private organizations, from all research fields in science and the humanities and focuses on publication of research articles in (open access) peer-reviewed journals.


Linktipp: Wissenschaft 2.0: Das Netz macht die Wissenschaft transparenter

25/05/2010

Auf Zeit Online Talk erscheint jede Woche ein Podcast zu Themen Auswirkungen neuer Techniken, technologischer Wandel auf verschiedene Lebensbereiche. Am 22. Mai wurde eine Sendung zu „Wissenschaft 2.0: Das Netz macht die Wissenschaft transparenter“ mit Sven Stockrahm, Heinz Pampel und Lars Fischer ausgestrahlt. In mehr als 55 Minuten wurde vor allem Open Access behandelt (der Titel ist daher ein bißchen irreführend bzw. deutet mehr an, als letztlich ausgeführt wurde – leider), in der etwa letzten Viertelstunde auch weitere Möglichkeiten der Nutzung des Netzes für Wissenschaftler. Vieles wurde aus der Sicht der institutionalisierten Naturwissenschaftler besprochen. Es zeigt sich, wie unterschiedlich Publizieren in der Bedeutung für Natur- und Geisteswissenschaftler zum Teil sind. Insgesamt sehr informativ, für diejenigen, die im Thema stehen, eher wiederholend-zusammenfassend.

Wie fanden Sie den Beitrag? Was für neue Erkenntnisse hat er Ihnen gebracht? Was hat Ihnen gefehlt?


Twitter: Microblogging und die Wissenschaft

21/05/2010

Im Institut für Technikfolgenabschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist im Rahmen des Projekts „Interactive Science“ ein E-Book zum Thema Microblogging und Wissenschaft am Beispiel für Twitter erstanden. Autoren sind Jana Herwig, Axel Kittenberger, Michael Nentwich und Jan Schmirmund. In dem Band wird Twitter als Microbloggingdienst vorgestellt sowie seinen Nutzen für Wissenschaftler erläutert. Ein lesenswerter Beitrag!


Aufwand von Digitalisierung

19/05/2010

Das kurze Video gibt einen Einblick in die Digitalisierung von Dissertationen in der Universitätsbibliothek Innsbruck. Komprimiert, aber dadurch einprägsam erhält der Betrachter einen Eindruck vom technischen Aufwand der Digitalisierung. Sofort kamen mir Gedanken und Fragen zur Technik, ihre Bereitstellung und Kosten auf. Gleichzeitig ist gut zu sehen, daß man auch (qualifiziertes) Personal für die Digitalisierung benötigt. Dies macht sich um so deutlicher bemerkbar, wenn man auf Googlebooks Bücher sieht, auf denen Hände, umgeknickte Seite etc. das Digitalisat unbrauchbar machen. In dem Film, der 2008 auf Youtube eingestellt wurde, werden folgende Zahlen genannt:

  • 216.000 Dissertationen = 1800 lm = ca. 22 Mio. Seiten

Aufwand: Personal für

  • 3 x 10 h Scannen
  • 1 x 10 h Qualitätskontrolle
  • ca. 250.000 -300.000 Seiten Durchsatz/Woche
  • ca. 18-20 Monate Arbeitszeit insgesamt

Leider konnte ich keine Informationen dazu finden, ob die Dissertationen, die ja in ihre einzelnen Seiten auseinandergenommen worden sind, wieder zusammengefügt wurden.


Benefits of Open Access

17/05/2010

Autoren und Redakteure von BioMed Central’s (britischer Open Access-Verlag) zeigen in kurzen Interviewausschnitten die Vorteile von Open Access auf:


Küchenradio: Open Access

12/05/2010

Schon ein paar Monate her (ok, mehr als ein Jahr 😉 ) wurde im Küchenradio eine Sendung zum Thema „Open Access“ ausgestrahlt. Katja Mruck und Günter Mey, Herausgeber des Forums Qualitative Sozialforschung, berichten über Open Access, seine Vorteile, die Entwicklung der Bewegung,die Entstehungsvoraussetzungen für Open Access-Zeitschriften am Beispiel des Forums Qualitative Sozialforschung, Wirtschaftlichkeit, Geschäftsmodell, die Rolle der Verlage im Open Access-Bereich sowie über Langzeitarchivierung.

Besonders hinweisen möchte ich auf die Stelle „Bedeutung von Open Access in der Wissenschaft“ (etwa 40. Min.). Die starken Vorbehalte, in einer wissenschaftlichen Karriere in Open Access-Zeitschriften zu publizieren, zeigt die Schwierigkeiten der Akzeptanz von Open Access in der Wissenschaft auf.

Der Podcast ist sehr informativ, nicht nur für Wissenschaftler, sondern vor allem für Verlage!


Vernetzung in der Wissenschaft durch Wikis

10/05/2010

Ziel und Zweck einer jeglichen Forschung ist der Austausch. Denn nur so werden Ergebnisse vermittelt, Diskussionen angeregt, Spannungen und Anregungen erzeugt, die im besten Fall wieder zu Forschungen und neuen Erkenntnissen führen. Dieses Ziel kann man als Wissenschaftler nur erreichen, wenn man in der Wissenschaftsöffentlichkeit präsent ist, d. h., sein Name, sein Interessen- und Forschungsschwerpunkt, seine Publikationen und seine Kontaktdaten bekannt sind. Natürlich reichte es lange Zeit aus, Rezensionen oder Aufsätze zu schreiben, Tagungen zu besuchen, vielleicht dort sogar zu referieren. Der Anfang dahin ist nicht immer einfach. Junge Nachwuchswissenschaftler brauchen dabei sehr oft die Förderung und Unterstützung ihrer Betreuer. Einerseits ist dies im Idealfall als eine Art „Qualitätssicherung“ zu sehen, andererseits gilt hier das Sprichwort: „am richtigen Ort, zur richtigen Zeit mit den richtigen Personen zu sein“. Trotz allem gilt: Netzwerken war und ist das Zauberwort! An dieser Stelle bietet das Web vielgestaltige Möglichkeiten: sei es durch die Mitgliedschaft in einer Community wie Researchgate oder eben durch einen Eintrag in einem Wiki. Als letzteres sei auf das cibera ForscherWiki der Staatsbibliothek Hamburg hingewiesen.Es versammelt in Biogrammen Informationen (Forschung, Publikation, Kontaktdaten) zu deutschsprachiger iberoamerikanischen Forschern. Über 1000 Wissenschaftler wurden im Wiki schon aufgenommen. Die Einträge werden von den Forschenden selbst aktualisiert. Über verschiedene Suchmöglichkeiten kann man den entsprechenden Wissenschaftler finden. Die Idee ist nicht schlecht: unkompliziert, aber dennoch systematisch ist es ein Verzeichnis von Wissenschaftlern zu einem bestimmten Thema. Natürlich kann ein großes Aber kommen: das kann ja jeder machen, ist das vertrauenswürdig, was geschieht mit meinen Daten? Da ist zu sagen: es mag lapidar klingen, Mißbrauch kann jederzeit stattfinden. Doch bei solchen Anbietern wie die Staatsbibliothek Hamburg ist dies kaum anzunehmen. Es ist eine private Abwägung: Öffentlichkeit suchen, auch im Bezug auf Risiko des Mißbrauchs oder im Kämmerlein allein vor sich hin forschen? Ohne Zweifel soll man vorsichtig mit seinen privaten Daten im Web sein, aber Publikationen wollen doch gelesen werden, als Forscher will man den Austausch? Was meinen Sie?


Digitalisierungsprojekt in der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek

07/05/2010

Die Vatikanische Apostolische Bibliothek beherbergt die überaus wertvolle Bibliothek des Heiligen Stuhls in Rom. Darunter befinden sich kulturelle Schätze wie die Bibliotheca Palatina – die Bibliothek der Universität Heidelberg, die im Dreißigjährigen Krieg nach der Besetzung der kurpfalzischen Stadt nach Rom gebracht wurde. Theologen, Historiker, Buch- und Kulturwissenschaftler aus aller Welt nutzen die Vatikanische Apostolische Bibliothek für ihre Forschungen. Ein möglichst guter Zugang zu den Archivalien und Büchern ist daher absolut notwendig. Daß dies bei alten und wertvollen Quellen nicht immer so einfach ist, weiß jeder, der Archive oder Sondersammlungen in Bibliotheken besucht hat. Daher ist es zu begrüßen, daß die Vatikanische Apostolische Bibliothek ein großes Digitalisierungsprojekt seiner Bestände beschlossen hat. Das hehre Ziel, den gesamten Bestand von u. a. 80.000 Handschriften, soll so elektronisch gesichert und zugänglich gemacht werden. Welchen enormen Speicherplatz und Datenverwaltung dafür notwendig ist, läßt sich kaum richtig fassen. Auf jeden Fall setzt dies ein besonderes Zeichen für Bibliotheken und Wissenschaften, Digitalisierung als Chance für Langzeitarchivierung und Benutzerfreundlichkeit wahrzunehmen.

Weitere Informationen zu dem Projekt bei Spiegel Online „Der Vatikan macht sein Pergament permanent“ von Richard Meusers.


Die Verteufelung des Internets: Bazon Brocks Interview in der FAZ

04/05/2010

Unter der Überschrift „Das Netz ist die Hölle der neuen Welt“ wurde gestern auf FAZ.net ein Interview mit Bazon Brock, erem. Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität in Wuppertal, veröffentlicht. Zusammengefaßt erklärt Brock seine Ansichten über Wissenschaft, Kommunikation und Internet folgendermaßen:
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