Imagefilm des Sächsischen Staatsarchivs

Ganz langsam entdecken Archive die Möglichkeiten des Internets, auf sich aufmerksam zu machen – gemeint sind die Wege des Social Webs. In unterschiedlichem Maße werden die Kommunikationskanäle Twitter, Blog, Facebook oder Youtube genutzt. Letzteres scheint mir als das Tool, was am ehesten noch genutzt wird. Vor ein paar Tagen entstand auf Archivalia eine Diskussion über den Werbefilm über das Landesarchiv NRW Abt. Ostwestfalen-Lippe und das Kreisarchiv Lippe in Detmold, den ich aus verschiedenen Gründen (Handlungsaufbau, logische Fehler, Filmgeschichte) als verfehlt betrachte.


Imagefilm des Landesarchivs NRW Abt. Ostwestfalen-Lippe

Nun ist mir gestern die Information über den Imagefilm des Sächsischen Staatsarchivs zugetragen worden, den ich wesentlich gelungener finde. Interessant ist die Komponente des Interaktiven, die tatsächlich ganz gut funktioniert.

Imagefilm des Sächsischen Staatsarchivs

Wie ist Ihre Meinung zum Film?

Welchen finden Sie gelungener: den Detmoldischen oder den Sächsischen?

Update: Robert Lange hat ein Buch zu dieser Thematik veröffentlicht. Robert Lange: Imagefilme für Archive. Neue Wege für die Öffentlichkeitsarbeit, (Historische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Band 1), Berlin 2010, 105 Seiten
ISBN 978-3-936960-44-0

Update 2: Link zur Diplomarbeit vom Robert Lange, die im Netz veröffentlich worden ist.

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7 Responses to Imagefilm des Sächsischen Staatsarchivs

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Corinna Meinel, Peter Hellinger and AEON-Geschichte, digiwis. digiwis said: Archive erobern Youtube: interaktiver Imagefilm des Sächsischen Staatsarchivs http://bit.ly/bupvZB #archiv #socialmedia […]

  2. Würde ich es nicht besser wissen, würde ich vermuten, dass dieser angeregte Vergleich in irgendeiner Weise manipulieren soll.
    Augenscheinlich richten sich beide Filme an unterschiedliche Zielgruppen. Hier – archivferne ? – Jugendliche (Detmold), dort möglichst viele (?). Die Unterschiede in der Herangehensweise zum Erreichen der genannten Zielgruppen ist evident.
    Ferner ist der Einsatz der Filme unterschiedlich: hier lediglich konsumorientiert (Detmold), dort interaktiv. Beides hat seine Berechtigung.
    Ich darf auch vermuten, dass die Budgets für beide Filme divergieren: hier studentisches Werk (Detmold), dort (Profiarbeit).
    Wie gerecht ist bei derart wesentlichen Unterschieden ein Vergleich?
    Übrigens: für mich gilt daher ein sowohl-als auch. Schließlich schlage ich vor, dass beide Filme unvoreingenommenen (also weder Archivierenden noch Historiker/innen) Testgruppen vorgeführt werden.

  3. Die Einwände sind voll berechtigt. Von mir war es keineswegs beabsichtigt, beide Filme gegeneinander auszuspielen, sondern konkret nach den persönlichen Eindrücken und von dort zur Wahrnehmung zu kommen. Vollkommen klar, daß es schon in der Entstehung strukturelle Unterschiede gibt. Jedoch habe ich an einem Punkt eine abweichende Meinung. Den Detmolder Film habe ich nicht so verstanden, daß er sich ausschließlich an Jugendliche richtet, sondern sie als zentrale Personen in der Filmgeschichte führt. Für mich wenden sich beide Filme an eine breite, allgemeine Öffentlichkeit (weniger Fachpublikum, die braucht man ja nicht zu bewerben), was im Grunde ihre Verfügbarkeit in auf einem Kanal wie Youtube unterstreicht. Oder?

    • Ich kann für den Detmolder Film ja nicht als Beteiligter sprechen.
      Aber die bisher vorliegenden Äußerungen geben Ihnen recht.
      Ich hatte bei einer internen Präsentation des Films den Eindruck, dass „man“ vornehmlich die von mir skizzierte Zielgruppe im Auge hatte.

  4. iroc15 sagt:

    Beide Filme sind schon sehr unterschiedlich. Sachsen hat da einen richtigen Hochglanz-Werbefilm daraus gemacht, was sich schon daran erkennen lässt, dass im schicken (und teuer) sanierten Bergarchiv in Freiberg gedreht wurde. Detmold hat die Sache ganz anders aufgezogen und spielt mehr auf das Interesse des (Laien)Nutzers und der ach so spannenden Archivrecherche an. Das ist wirklich ein bisschen Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich finde beide Filme sehr gelungen, auch wenn sie unterschiedlich sind. Die Themenwahl „Thriller“/Detektiv gefällt mir, ich musste schon ganz schön schmunzeln.

  5. Drei Filme des niederländischen Nationaal Archiefs stellen sich zur Diskussion: http://archiv.twoday.net/stories/6409121/

  6. […] des Rostocker Universitätsarchivs Vor einigen Wochen stellte ich hier auf dem Blog die beiden Imagefilme des Landesarchivs von Detmold und des Sächsischen Hauptstaatsarchivs vor. […]

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