Ausführliche Anleitung zur Meldung von Online-Texten bei VG Wort von Elke Fleing

Meldesystem T.O.M. von VG WortUm Urheberrechte gegenüber Dritten verwerten zu lassen, wurden Verwertungsgesellschaften gegründet. In Deutschland sind es von diesen drei bekannte: VG Wort für Texte, GEMA für Musik und VG Bild-Kunst für bildende Künstler. Für Wissenschaftler ist die erste die wichtigste: alle Texte (Mindestanzahl von Wörtern notwendig) können bei VG Wort nach Registrierung und Abschluß eines Wahrnehmungsvertrages dorthin gemeldet werden. Dies gilt sowohl für Druckerzeugnisse als auch für Online-Texte. Nach Art des Textes, Größe, Publikationsort und Nutzung (Kauf, Ausleihe etc.) erhält der Wissenschaftler dann pro Jahr anteilig eine Ausschüttung. Für die Online-Texte muß zur Leserzählung Zählmarken eingebaut werden. Zwar gibt es dazu Anleitungen bei VG Wort, jedoch waren sie bisher so unverständlich gehalten, daß es große Verwirrung zur Handhabung gab.

Nun gibt es endlich eine sehr gute, schrittweise darstellende Anleitung von Elke Fleing. Sie hat sich dankenswerter Weise die Mühe gemacht, diese zusammen mit Annette Wagner von VG Wort zu erstellen. Bei genauer Befolgung wird es kein Problem mehr geben: also abspeichern, befolgen, an Ausschüttung teilnehmen – Klarheit.

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5 Antworten zu Ausführliche Anleitung zur Meldung von Online-Texten bei VG Wort von Elke Fleing

  1. [...] „Einstiege ins Internet“ mal genauer angesehen. Der Blog Wissenschaft und Neue Medien verweist auf eine ausführliche Anleitung zum Melden von Online-Texten an VG [...]

  2. Leider funktioniert das Einbauen von Zählmarken zum Beispiel im OJS (noch) nicht. Dies betrifft vielleicht auch andere CMS, die den Link zur pdf automatisch generieren. Anders als von der VG Wort beschrieben, ist der Einbau leider doch nicht so einfach. Auch die Hoffnung auf eine verlockende Tantieme sollte man bei den benötigten 1.500 Besuchen pro Jahr etwas dämpfen (vor allem, wenn es um wissenschaftliche Beiträge geht).

    • wenkerichter sagt:

      Zunächst als Erklärung für alle anderen Leser: OJS steht für OpenJournalSystem und ist eine Open-Source-Software, um OpenAccess-Journale redaktionell vom Begutachtungsverfahren bis zur Veröffentlichung zu begleiten und zu verwalten. Der Einbau der Zählmarke ist natürlich vom jeweiligen CMS abhängig. Daß das System VG Wort – vor allem für ein automatisiertes Verfahren – nicht ideal ist, wurde schon an diversen Stellen moniert, z. B. bei Repositorien. Ich denke, hier wird es Bewegung geben.
      Was die Hoffnung auf eine Ausschüttung betrifft, die ist neben dem Spezialisierungsgrad des Themas in erster Linie abhängig vom Verbreitungsgrad der Online-Texte. Dies kann jeder Wissenschaftler durch aktive Kommunikation fördern, bei Verlagen ist es ihre Aufgabe, auch im Sinne des Eigeninteresses. Ich denke schon, daß es auch bei wissenschaftlichen Texten in einem Jahr 1500 Besucher geben kann.

  3. Mein erster Hinweis bezog sich auch nur darauf, daß – wenn man nur die Anleitungen der VG Wort betrachtet – man den Eindruck bekommen kann, der Einbau sei in jedem Fall ganz einfach und auch wenn man bei Problemen dort nachfragt (wie in unserem Falle), daß es lediglich an fehlendem technischen Grundwissen liegt. Der VG Wort war offensichtlich beim OJS nicht klar, daß der Einbau momentan für einen Nutzer (nicht Entwickler) des Systems derzeit (soll sich jedoch im nächsten Jahr ändern) gar nicht möglich ist.
    Mein zweiter Hinweis bezog sich lediglich auf zu hoch gesteckte Erwartungen (ich wünsche natürlich jeder und jedem mehr als 1500 Besuche im Jahr). Und 1.500 Besuche sind auch für einen einzelnen Beitrag in einen recht gut frequentierten Blog eine anständige Hürde. Denn was wissenschaftliche Texte angeht sind halt leider “der Spezialisierungsgrad des Themas” und der “Verbreitungsgrad des Online-Textes” keine voneinander unabhängigen Variablen. Wenn sich weltweit nur hundert Leute für südchinesische Rundkopfschnecken interessieren, ändert man daran auch mit “aktiver Kommunikation” recht wenig. Auch sind die tatsächlichen (nicht die potentiellen) Möglichkeiten auf Seiten von Verlagen (die ja letztendlich Unternehmen und keine Interessengemeinschaften andersweitig bezahlter Menschen sind) ökonomisch begrenzt.

    • wenkerichter sagt:

      Das Problem bei Online-Texten ist, daß VG Wort nicht der Entwickler verschiedener CMS ist oder an der Entwicklung beteiligt, sondern natürlich ein Eigeninteresse hat, nämlich die genaue Registrierung und Leserzählung bei Online-Texten, die auf den verschiedensten Plattformen mit den unterschiedlichsten technischen Anforderungen laufen. Zugleich ist die Möglichkeit des Meldens von Online-Texten erst seit geraumer Zeit möglich, es gab zuvor natürlich schon Online-Texte und verschiedene CMS. Eben ein recht typisches Problem bei technischen Neuentwicklungen. Die Anleitung von Frau Fleing in Zusammenarbeit mit VG Wort erstellt bezieht sich nicht nur auf OJS, einem speziellen Einzelfall, sondern allgemein auf Online-Texte.
      Ohne Zweifel sind die Möglichkeiten von Bewerbung begrenzt, ändert aber nichts an der Tatsache, daß eine Bewerbung stattfinden muß, damit die Publikation bekannt wird. Und dies ist meiner Meinung nach auch Aufgabe des Verlages.

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